Schriftzug Familie Karatze
Herzlich willkommen!
Wir sind Familie Karatze aus Nup.
Während des Shutdowns waren wir ständig zusammen.
In dieser Zeit ist die Idee mit dem Blog entstanden.

Es geht um das unglaublich Alltägliche, das immerzu passiert.
Und hier ist der regelmäßige Versuch, es festhalten.

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  • © Franziska Ludwig / Alle Rechte an den Abbildungen liegen bei der Illustratorin.
    Jede kommerzielle Verwertung ist ohne Zustimmung des Urhebers unzulässig und strafbar.




    24. August 2020

    Norwegen


    Egal, was ich noch schreiben werde: Wir haben ganz tolle Kinder. Wir lieben sie sehr. Auf dem Bild ist gut zu erkennen, dass sie ├╝berdies auch ganz lieb zueinander sind.


    Norwegen ist ein Sehnsuchtsort. Ich habe mal etwas ├╝ber das Thema Sehnsuchtsorte gelesen und stimme vollkommen zu – obwohl ich noch nie da war. Auch ich sehne mich schon sehr lange nach Norwegen.
    Dieses Jahr wollten wir darum endlich mal dorthin. Anfang Januar wurde ich schon ganz kribbelig vor Vorfreude. Die anderen hatten jetzt auch immer mehr Lust auf Norwegen.
    Wir w├╝rden morgens mit Blick auf den Fjord fr├╝hst├╝cken, lange Wanderungen machen und abends mit Blick auf den Fjord selbstgeangelten Fisch essen. Sollte es tats├Ąchlich mal regnen, blieben wir einfach in unserer gem├╝tlichen H├╝tte und w├╝rden eintr├Ąchtig siedlern.
    Und wir h├Ątten endlich Unmengen von dieser vielbeschworenen, wertvollen Zeit f├╝r uns als Familie.

    Dann kam der Lockdown und wir waren immer zusammen, jeden Tag, von morgens bis abends und davor, danach und dazwischen auch noch. Es waren keine Ferien und es f├╝hlte sich auch ├╝berhaupt nicht so an.
    Manchmal gingen wir spazieren. Die Kinder besch├Ąftigten sich auf die ├╝bliche Weise. Wir versuchten, ihnen in gro├čem Abstand zu folgen. Eigentlich war alles wie immer.



    Aber irgendwie war es auch anders. Egal, was wir taten und wo wir hingingen, wir waren immer zu viert. Und wir fanden das nicht sch├Ân. Dann d├Ąmmerte uns: wir hatten uns einen waschechten Familienkoller eingefangen.
    Und ganz zaghaft begannen wir uns zu fragen, ob der Besuch Norwegens, dem Land der Abgeschiedenheit und Ruhe, diesem unangetasteten, unschuldigen Sehnsuchtsort, wirklich die richtige Entscheidung f├╝r Leute mit Familienkoller sein w├╝rde.
    Die Isolation zog sich so hin, vieles blieb liegen. Auch unsere F├Ąhre nach Norwegen hatte ihren Betrieb eingestellt. Hoffnung keimte auf. K├Ânnte es sein, dass der Urlaub vielleicht einfach ausfiel? Alle um uns herum stornierten, keiner buchte. Das w├Ąre doch eigentlich auch f├╝r uns ganz prima. Die L├Âsung lag n├Ąmlich gar nicht darin, weit weg zu fahren, sondern das zu tun, wonach man wirklich Sehnsucht hatte. Das war gar kein Ort, das waren Menschen!
    Im Umgang mit Menschen sollten wir laut Coronaauflagen ├Ąu├čerst zur├╝ckhaltend sein. K├Ânnten wir dennoch eins, zwei, drei, vier Wiedersehen mit den bei uns besonders beliebten Menschen fertigbringen, best├╝nden ausgezeichnete Heilungschancen f├╝r unseren Familienkoller.
    Vielleicht auch f├╝nf oder sechs.
    W├Ąhrend die Ferien n├Ąher r├╝ckten, die F├Ąhre wieder fuhr und wir noch hofften, hierbleiben zu k├Ânnen und trotzdem kosteng├╝nstig aus der Sache rauszukommen, hatten die Norweger l├Ąngst entschieden, dass wir gar nicht einreisen durften.
    Und so kamen sehr entspannt die Ferien und mit ihnen: der Harz! Untersch├Ątzt und umfahren. Da wollten wir hin, denn in Wirklichkeit ist das Gute so nah. Wir trafen dort au├čerdem unsere Freundinnen Doris und Pita, die ganz nebenbei das Familiengef├╝ge aufbrachen.



    Mehrere Blicke auf die Wetterapp best├Ątigten uns, dass alles genau richtig gekommen war. In Norwegen waren 13 Grad bei Dauerregen. Im Harz immerhin 18.

    Im n├Ąchsten Jahr fahren wir wieder nach Norwegen. Das selbstverst├Ąndlich ein Sehnsuchtsort bleibt. Vorausgesetzt, die echte Sehnsucht ist gestillt.

    Randnotiz: Wie Durst. Durst muss auch gestillt werden. Bei Ausfl├╝gen d├╝rfen Wasserflaschen deshalb niemals fehlen. Die meisten Eltern wissen das.
    Auch unsere Kinder haben Wasserflaschen. Feline benutzt eine kleine und Hugo eine gro├če.
    Wir tragen sie im Rucksack bis zum Anschlag gef├╝llt mit uns herum, wenn es k├╝hl ist und garantiert keiner etwas trinken will. Wir vergessen sie hingegen meistens, wenn es warm ist und die Kinder auf jeden Fall Durst bekommen. Manchmal nat├╝rlich nur aus Prinzip, weil wir sie nicht dabei haben. Womit wir wieder bei den Menschen w├Ąren, die wir in Coronazeiten pl├Âtzlich ganz dringend wiedersehen m├╝ssen.
    Die beiden Wasserflaschen sind vom Leben gezeichnet, was sie zum Malen deutlich attraktiver macht.





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